Stadt Wilhelmshaven

Künftige Stadthalle: Was ist politisch bereits beschlossen?

Der Rat der Stadt Wilhelmshaven hat in seiner Sitzung  am 26. Juni 2019 bereits die Weichen für den Neubau einer Stadthalle gestellt und somit entschieden, dass aufgrund der hohen Sanierungskosten in Höhe von rund 20 Mio. € keine Sanierung der alten Stadthalle erfolgen wird. Die Stadthalle im JadeZentrum wird noch bis zum 31. Dezember 2021 betrieben, danach wird der Betrieb eingestellt. Bis zum 1. Quartal 2024 soll ein Neubau errichtet werden – entweder am bisherigen Standort in der Grenzstraße oder an einem neuen Standort am Banter See.

Außerdem hat der Rat in dieser Sitzung beschlossen, dass die beiden Standorte in einem Gutachten überprüft werden sollen. Ebenso soll die angedachte Größe für bis zu 2.000 Personen (sitzend) bzw. bis zu 4.000 Personen (stehend) in diesem Gutachten beleuchtet werden, wie auch die Frage, was für eine Ausrichtung der Nutzung in der neuen Stadthalle sinnvoll ist.

Das Gutachten wurde den Mitgliedern des Finanz- und Wirtschaftsausschusses erstmals im Mai 2020 vorgestellt und allen Ratsmitgliedern zur Kenntnis gegeben.

Noch offen sind also zwei Fragen, die entschieden werden müssen, bevor der Neubau starten kann:

  1. An welchem Standort soll die neue Stadthalle entstehen?
  2. Wie groß soll die neue Halle werden, um welche inhaltliche Ausrichtung (z.B. Messen, Kongresse, Musikveranstaltungen) anbieten zu können?

Am 24. Juni 2020 hat der Rat außerdem mehrheitlich einem Antrag der Gruppe CDU/WBV zugestimmt, zu den Ergebnissen Gutachtens eine Einwohnerbefragung durchzuführen. Diese soll sich mit den Empfehlungen des Gutachters zum Standtort, zur infrastrukturellen und verkehrlichen Anbindung und zur zukünftigen Nutzung der Stadthalle auseinandersetzen.

Die Einwohnerbefragung wird auf dem Postweg im 2. Halbjahr 2020 an alle Haushalte verschickt. Die Ergebnisse sind für den Rat nicht bindend, sollen ihm aber später bei einer Entscheidung helfen. Allerdings wird der Rat nur über den Standort entscheiden dürfen, wenn das Bürgerbegehren bzw. später dann der Bürgerentscheid nicht das erforderliche Quorum erreichen sollte. Kommen genug Unterschriften zusammen und kommt die geforderte Mehrheit für den Bürgerentscheid zustande, so ist die Standortfrage durch die Bürgerinnen und Bürger beantwortet worden.

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