Stadt Wilhelmshaven

Stele an der Mole der ehemaligen zweiten Einfahrt

 

 

Die Namensverleihung als Geburtsstunde Wilhelmshavens

Am Morgen des 17. Juni 1869 trifft der preußische König Wilhelm I. (1797–1888) an der Jade ein. Von der Bevölkerung und Marineabordnungen wird er in geschmückten Straßen begrüßt. In seinem Gefolge befinden sich viele namhafte Persönlichkeiten. Darunter sind auch der oldenburgische Großherzog Peter II. (1827–1900) und Prinz Adalbert von Preußen (1811–1873).

An der Hafeneinfahrt angekommen, wird der König mit einem Salut der anwesenden deutschen und britischen Kriegsschiffe begrüßt. Die Taufzeremonie findet auf der nördlichen Mole statt. Die eigentliche Namensverleihung führt der preußische Kriegsminister Albrecht von Roon (1803–1879) durch. Seine Taufrede endet mit den Worten: „So verkündige ich denn Kraft des mir erteilten königlichen Befehls, dass von dieser Stunde an, dieser Hafen und diese ihm werdende Stadt „Wilhelmshaven“ heißen soll, „Wilhelmshaven“ heißen wird für alle Zeiten.“

 

Die ehemalige zweite Einfahrt

Die sogenannte ehemalige zweite Einfahrt ist die erste fertiggestellte Seeschleuse Wilhelmshavens. Sie entsteht nach 1856 vorgelegten Plänen des Wasserbauingenieurs Gotthilf Hagen (1797–1884). Obwohl sie 1869 bereits teilweise funktionsfähig ist, wird der Betrieb offiziell erst im Jahr 1870 aufgenommen. Die Hafeneinfahrt erweist sich bald als unzureichend. Sie liegt ungünstig zum Jadestrom und bereits bei Fertigstellung erschweren die sehr schmalen Einfahrtstore modernen Kriegsschiffen dieser Zeit die Durchfahrt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wird die Seeschleuse gesprengt. Heute sind noch das 180 Meter lange Wendebecken und die in die Jade ragenden Molen der Einfahrt erhalten.

 

Die Namensverleihung wird unter einem Laubbaldachin auf dem Kopf der nördlichen Mole vollzogen. Fotografien der Zeremonie sind nicht überliefert.

Quelle: Stadtarchiv Wilhelmshaven

 

Eine Panzerfregatte passiert die schmalen Schleusentore der Hafeneinfahrt.

Quelle: Stadtarchiv Wilhelmshaven

 

Die Hafen- und Schleusenanlagen werden zwischen 1856 und 1869 vorwiegend durch die Muskelkraft tausender Arbeiter errichtet.

Quelle: Stadtarchiv Wilhelmshaven

 

Das Gedenkblatt aus dem Jahr 1884 zeigt die Hafeneinfahrt und die anwesenden Schiffe am Tag der Namensverleihung.

Quelle: Stadtarchiv Wilhelmshaven

 

Die entstehende Hafenstadt zeigt sich anlässlich der Feierlichkeiten in Anwesenheit des Königs festlich geschmückt. Zwei Ehrenpforten werden über der heutigen Ebertstraße errichtet.

Quelle: Stadtarchiv Wilhelmshaven

Erreichbarkeit

Bushaltestelle

Anschrift

Stele an der Mole der ehemaligen zweiten
Einfahrt
Südstrand - Großer Hafen

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