Stadt Wilhelmshaven

Dr. Arthur Kellerhoff

Geb.: 25.01.1886 in Oldenburg;
gest.: 20.12.1950 in Wilhelmshaven
Bürgermeister Rüstringen 1920- 1937
Bürgermeister Wilhelmshaven 1937-1945


Nach dem Studium der Rechte in Jena, Heidelberg und Kiel sowie einem Vorbereitungsdienst wurde Dr. Kellerhoff 1912 als  juristischer Hilfsarbeiter bei der Stadt Rüstringen angestellt. Im Ersten Weltkrieg trat er als Kriegsfreiwilliger beim 2. Seebataillon ein und kehrte 1916 nach zahlreichen Verwundungen in den städtischen Dienst zurück.

Hier wurde Dr. Kellerhoff im Mai 1918 Stadtsyndikus und zählte damit zum Magistrat. Am 1. April 1920 wurde er als Bürgermeister der Stadt Rüstringen bestellt, am 1. April 1937 zum Bürgermeister der neuen Stadt Wilhelmshaven ernannt. Da weder die Militärregierung noch die Entnazifizierungsbehörden Einwände erhoben, setzte ihn die Stadtvertretung der Stadt Wilhelmshaven im November 1945 zum Kämmerer ein.

Zu seinem Aufgabengebiet zählten im Ersten Weltkrieg u.a. die Schulverwaltung und die Lebensmittelversorgung, ab 1920 übernahm er zusätzlich die Polizeiverwaltung, hier führte er staatliche und städtische Polizei zusammen, dazu leitete er die öffentlichen Betriebe wie Schlachthof oder Straßenbahn. Während der nationalsozialistischen Zeit fielen in sein Dezernat bei der Stadt Rüstringen u. a. die Wohlfahrtsverwaltung und die öffentlichen Betriebe, bei der Stadt Wilhelmshaven war er allgemeiner Vertreter des Oberbürgermeisters und u.a. weiter für die Wohlfahrtsverwaltung, das Jugend- und Gesundheitsamt, das Krankenhaus, den Luftschutz und das Rechtsamt zuständig.

Als Kämmerer Wilhelmshavens oblagen ihm u.a. die wirtschaftlichen Einrichtungen, die Jugendhilfe, das Gesundheitswesen sowie die Grundstücks-, Steuer- und Finanzverwaltung. In einem Nachruf wurde 1950 sein Engagement für alle Fragen der Schulverwaltung hervorgehoben außerdem zählte das Amt des Kämmerers danach zu den schwierigsten Aufgaben in einer Gemeinde.

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