Stadt Wilhelmshaven

Schulentwicklungsplanung

Grundschulen

Die Stadt Wilhelmshaven hat sich im Jahr 2006 entschlossen, die Grundschulstandorte im Stadtgebiet im Rahmen einer mittelfristigen Schulentwicklungsplanung neu zu ordnen. Hintergrund waren sinkende Schülerzahlen einerseits und zunehmende Anforderungen gerade an die Grundschulen. Nur leistungsfähige, auf Dauer sicher zweizügige Schulen (jeweils 2 Klassen pro Jahrgang) in wohnortnaher Lage entsprechen diesen Anforderungen. Eine Ausnahme wurde durch die Politik beschlossen. Die Grundschule Sengwarden, im Westen der Stadt gelegen mit einem Schülerklientel aus den Stadtteilen Sengwarden, Fedderwarden und dem ländlichen Umland, wird auf Dauer nur einzügig geführt werden können.

In einer Arbeitsgruppe des Schulausschusses wurden Ergebnisse erzielt, die der Rat der Stadt am 18. Juli 2007 in einem Grundsatzbeschluss zusammengefasst hat.

Einen weiteren Grundsatzbeschluss zur Schulentwicklungsplanung 2013 bis 2018 fasste der Rat am 13.02.2013.

Bis zu Beginn des Schuljahres 2010/2011 wurden sechs Grundschulen aufgehoben und ein neuer Standort in der Rheinstraße eingerichtet. Weiterhin wurden die beiden katholischen Grundschulen an einem Standort zusammengefasst.

In der Südstadt wurden die Grundschulen Allerstraße und Oldeoogeschule sowie in Heppens die Grundschule Kathrinenfeld zum Schuljahresende 2007/2008 aufgehoben. Zum Schuljahresbeginn 2008/2009 öffnete die neue Grundschule Rheinstraße ihre Tore. Sie ist die Grundschule der Südstadt, erreichbar von Ost und West, groß genug für ein differenziertes Angebot, aber auch für Aktivitäten im Stadtteil.

Der Grundschule Mühlenweg wurde zum Schuljahr 2008/2009 zu 90 % der Einzugsbereich der ehemaligen Grundschule Kathrinenfeld zugeordnet.

Zum 01.08.2009 wurden die Grundschulen Neuende und Neuengroden geschlossen.
Der Einzugsbereich der Grundschule Neuende wurde an der Bismarckstraße / Oldenburger Straße geteilt und südlich davon der Grundschule Peterstraße, nördlich davon der Grundschule Wiesenhof zugeordnet.

Der Einzugsbereich der Grundschule Neuengroden wurde auf die Grundschulen Altengroden, Kirchreihe, Mühlenweg und Rüstersiel verteilt. Die Grundschule Altengroden wurde dadurch auf Zwei- bis Dreizügigkeit stabilisiert, lediglich einige wenige Straßen werden den Grundschulen Mühlenweg und Kirchreihe zugeordnet (der Bereich südlich der Nordseestation). Die Eltern aus dem Einzugsbereich der Ganztagsschule Rüstersiel haben die Möglichkeit, wahlweise die Ganztagsschule mit dem speziellen Angebot zu wählen. Wird dies nicht gewünscht, ist die Grundschule Altengroden die zuständige Grundschule.

Die Zusammenlegung der beiden katholischen Grundschulen Ansgarischule und Elisabethschule ist im Gegensatz zum Grundsatzbeschluss vom Juli 2007 erst zum 01.08.2010 erfolgt. Der hierfür erforderliche Ratsbeschluss wurde am 21.09.2009 gefasst. Der Einzugsbereich der Schule ist das gesamte Stadtgebiet. Die Bekenntnisschule in Trägerschaft der Stadt Wilhelmshaven führt ab dem 01.08.2011 den Namen Katholische Grundschule St. Martin.

Die Grundschule Albrechtstraße im Norden der Stadt ist zum Schuljahr 2010/2011 aufgehoben worden. Der Einzugsbereich wurde südlich der Preußenstraße der Grundschule Finkenburgschule, nördlich der Preußenstraße der Grundschule Voslapp zugeordnet. Die bestehenden Klassen werden im Klassenverband an der Grundschule Finkenburgschule zu Ende beschult.

Die Grundschule Kirchreihe wurde am 01.08.2014 aufgehoben und mit der Grundschule Mühlenweg am Standort Schellingstraße zusammengelegt. Die Einzugsbereiche wurden nicht verändert, so dass hier durchgängig eine 3-4 zügige Grundschule im Osten der Stadt angeboten wird.

Nach Umsetzung der Ratsbeschlüsse und Genehmigung durch die Landesschulbehörde werden noch 12 Grundschulen durch den Schulträger Stadt Wilhelmshaven angeboten, davon eine teilweise gebundene Ganztags-Grundschule in Rüstersiel und zwei offene Ganztags-Grundschulen in Altengroden und Wiesenhof, die Grundschule Hafenschule mit dem Schulzweig für Integration und Körperbehinderten-Beschulung sowie die Katholische Grundschule St. Martin.

Die Zusammenlegung der Grundschulen Peterstraße und Siebethsburg unter Veränderung der Einzugsgebiete ist für das Schuljahr 2018/2019 geplant.

Förderschulen

Die Förderschule Wasserturmschule mit dem Schwerpunkt Lernen und die Förderschule Herbartschule mit den Schwerpunkten Lernen und Sprache sollen gemäß Grundsatzbeschluss des Rates zum 01.08.2017 zusammengelegt werden.

Oberschulen

Nach der Schulstrukturreform 2004 sind erhebliche Rückgänge bei den Anmeldezahlen der Hauptschule zu verzeichnen. Die beiden Hauptschulstandorte Heppens und Bremer Straße waren aufgrund der räumlichen Nähe nicht weiter nebeneinander aufrecht zu erhalten. Beide Schulen hätten nur noch einzügig weiter geführt werden können.
Im Arbeitskreis Weiterführende Schulen wurde die Thematik ausführlich erörtert. Das Votum aller Beteiligten zur Aufhebung der Hauptschule Heppens war einstimmig. Das nach Niedersächsischem Schulgesetz vorgeschriebene Beteiligungsverfahren mit dem Stadtelternrat und dem Stadtschülerrat ist abgeschlossen. Der Rat der Stadt hat die Aufhebung der Hauptschule Heppens unter Beteiligung der Fachausschüsse zum 01.08.2009 beschlossen. Die SchülerInnen der Hauptschule Heppens wurden in den Klassenverbünden am Standort der Hauptschule Bremer Straße zu Ende beschult.

Der Schulträger Stadt Wilhelmshaven hatte bereits im Jahr 2000 die Weichen für die Zukunft des Realschulangebotes gestellt. Mit der Aufhebung der Helene-Lange-Schule wurden seit dem 01.08.2001 in der Stadtmitte die Freiherr-vom-Stein-Schule und im Stadtnorden die Marion-Dönhoff-Schule vorgehalten. Die Marion-Dönhoff-Schule wird seit dem 01.08.2009 als offene Ganztagsschule geführt. Gemäß Grundsatzbeschluss des Rates aus dem Jahr 2013 wurden die Realschule Freiherr-vom-Stein-Schule und die Hauptschule Bremer Straße in der Stadtmitte zur „Oberschule Mitte“ sowie die Realschule Marion-Dönhoff-Schule und die Hauptschule Nogatstraße zur „Oberschule Nord“ zum Schuljahr 2014/2015 zusammengelegt. Die bestehenden Klassen der Haupt-und Realschulen werden an ihren Standorten zu Ende beschult. Beide Oberschulen werden als teilgebundene Ganztagsschulen geführt. An der Oberschule Nord hat die Landesschulbehörde, wie vorher an der Hauptschule Nogatstraße, einen Schulzweig für die Integration von Körperbehinderten genehmigt. Neben den beiden Oberschulen in städtischer Trägerschaft gibt es die zweizügige Franziskusschule in kirchlicher Trägerschaft. Für die Oberschulen wurden bisher keine Einzugsbereiche festgelegt.

Gymnasium

Die Zusammenlegung der Gymnasien in städtischer Trägerschaft, Gymnasium am Mühlenweg und Käthe-Kollwitz-Gymnasium, wurde durch den Ratsbeschluss vom 17. Juni 2009 verabschiedet. Die Entscheidung über den Standort ist nach einem Architektenwettbewerb für das Karree Mühlenweg, Schellingstraße und Freiligrathstraße gefallen. Baubeginn war im Mai 2011. Neben der Sanierung der Altgebäude sind zusätzlich 2 Anbauten und eine Sporthalle entstanden. Schulbeginn im „Neuen Gymnasium Wilhelmshaven“ war der 01.08.2013.
Das 4-5 zügige Gymnasium wird als offene Ganztagsschule geführt. Neben dem „städtischen  Gymnasium“ gibt es die Cäcilienschule in kirchlicher Trägerschaft.

IGS

Die Integrierte Gesamtschule ist ein struktursicherer Bestandteil des schulischen Angebotes in der Stadt. Dire IGS wird 6-zügig geführt. Ein Losverfahren zur Aufnahme an dieser Schule ist stets erforderlich. Die Prognose für die Zukunft sieht keine Änderung vor. Dies wurde auch durch die Errichtung einer IGS im Landkreis Friesland  nicht verändert.

BBS

Die bereits vor Jahren avisierte Campus-Lösung der beiden Berufsbildenden Schulen, Berufsbildende Schulen 1 und Berufsbildende Schulen Friedenstraße, ist durch die Entscheidung für den Gymnasial-Standort im Karree Mühlenweg / Freiligrathstraße / Schellingstraße, vorgegeben. Unter Einbeziehung des gesamten Schulgeländes wird die Berufsbildende Schule 1 auf dem Campus an der Friedenstraße integriert werden. Entsprechende Ratsbeschlüsse haben dies bestätigt.

Neben den innerstädtischen Überlegungen des Schulträgers sind auch die Ergebnisse aus der Zusammenarbeit  mit den Landkreisen Friesland und Wittmund zu einer Regionalisierung des Berufsbildenden Schulwesens mit einzubeziehen.

Stadt Wilhelmshaven

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Abteilung Schulen

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