Stadt Wilhelmshaven

29. Dezember 2025

Neu ab Januar: Ultraschall im Rettungsdienst der Feuerwehr Wilhelmshaven

Ein richtungsweisendes Ausbildungsprojekt für Notfallsanitäter*innen startet im Januar 2026 bei der Feuerwehr Wilhelmshaven. Künftig verwenden auch Notfallsanitäter*innen, also Rettungsfachpersonal, Ultraschall als Diagnostik im Rettungswagen – ein Schritt in die Zukunft, den deutschlandweit bislang nur wenige Rettungsdienste gegangen sind. In Wilhelmshaven werden elf Auszubildende und vier Praxisanleitende an dem Projekt teilnehmen.

Ultraschall wird seit einigen Jahren von Notärztinnen und -ärzten im Rettungsdienst angewendet, um beispielsweise innere Blutungen oder die Ursache eines Herzstillstandes zu erkennen. Die Ultraschalldiagnostik ermöglicht eine schnelle Bildgebung und somit eine zielgerichtete Behandlung im Rettungswagen. Mit diesem Projekt soll die Ultraschalldiagnostik auch den Notfallsanitäter*innen in der Ausbildung zugänglich gemacht werden. Die Auszubildenden erforschen, ob und in welchen Situationen die Sonografie durch Notfallsanitäter*innen einen signifikanten Vorteil für die Patient*innen bringen kann.

Begleitet wird das Ausbildungsprojekt in der Jadestadt von einem Dozententeam von SonoForKlinik. Dieses vermittelt den Notfallsanitäter*innen in Ausbildung fundierte praktische und theoretische Fähigkeiten und Fertigkeiten in der Ultraschalldiagnostik auf Grundlage des veröffentlichten iPOCUS-Curriculums, das speziell auf die Ansprüche von Fachpersonal im Rettungsdienst ausgerichtet ist.

Die Wilhelmshavener Feuerwehr setzt mit dieser deutschlandweit noch nicht sehr verbreiteten Ausbildung ein deutliches Zeichen für die verbesserte Entwicklung der rettungsdienstlichen Ausbildung in Wilhelmshaven.

Mit diesem Projekt wird ein klares Zeichen für die Weiterentwicklung des Berufsbildes Notfallsanitäter*in gesetzt. Der Sachgebietsleiter für den Rettungsdienst Wilhelmshaven, Christian Stomberg, erklärt zufrieden: „Wir sind überzeugt von dem Projekt und freuen uns, mit unseren Auszubildenden das Berufsbild Notfallsanitäter*in weiterzuentwickeln und aktiv mitzugestalten.“

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