Stadt Wilhelmshaven

Erste Impfungen in Wilhelmshavener Pflegeeinrichtungen | Impfzentrum steht in den Startlöchern

Das Wilhelmshavener Impfzentrum macht sich bereit. Mit einer Begrüßung und Einweisung des Impfzentrumteams an seinem ersten Arbeitstag durch Oberbürgermeister Carsten Feist, den ärztlichen Leiter Klaus-Peter Schaps und den organisatorischen Leiter Josef Schun startete am Montagmorgen, 4. Januar, der Betrieb.

Bis die erste Impfung in dem Gebäude an der Güterstraße durchgeführt wird, wird es allerdings noch etwas dauern – zunächst werden bis zu 2.500 Bewohnerinnen, Bewohner und Mitarbeitende in den Alten- und Pflegeheimen der Jadestadt durch ein mobiles Team geimpft. Den Startschuss machte am Montagmittag der Wohnstift am Rathaus, in dem 212 Personen ihre Impfung erhalten werden. Die erste Lieferung von rund 1.000 Impfdosen erreichte Wilhelmshaven am vergangenen Samstag. Eine Aussage, wann mit der nächsten Lieferung zu rechnen ist, kann derzeit niemand tätigen.

Das DRK und der ASB wurden als Kooperationspartner von der Stadt beauftragt, das Personal für das Impfzentrum zu stellen. Die Ärztinnen und Ärzte werden von der Kassenärztlichen Vereinigung gestellt. Hinzu kommen Verwaltungs- und Sicherheitskräfte sowie Fahrer, die von einem Personaldienstleister akquiriert wurden. Insgesamt werden pro Impfstraße zwölf Mitarbeitende benötigt. Bis zu vier Impfstraßen können in Wilhelmshaven gleichzeitig betrieben werden.

„Das setzt aber natürlich voraus, dass wir auch genügend Impfstoff zur Verfügung haben", führt Oberbürgermeister Carsten Feist aus. Bislang sind die Kontingente der Impfdosen, die Niedersachsen bereits erhalten hat, noch sehr begrenzt. „Sobald die entsprechenden Mengen vorhanden sind, können wir aber auch hier vor Ort mit dem Impfen der priorisierten Gruppen loslegen", erläutert Klaus-Peter Schaps. „In der ersten Impfgruppe werden zunächst entsprechend der Empfehlung der Stiko die Über-80-Jährigen geimpft, da bei ihnen das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs bei einer Infektion am höchsten ist."

Die administrative Organisation der Termine wird zentral vom Land gesteuert. Wann die Terminvergabe losgehen wird, ist derzeit noch nicht bekannt. „Der Takt wird vom Land vorgeben. Wir stehen jederzeit bereit, die passende Musik dazu zu spielen", veranschaulicht Feuerwehrchef Josef Schun die Zwickmühle, in der die Kommunen derzeit stecken: Die Informationslage ändert sich fast stündlich, sodass die Betreiber der Einrichtungen kaum belastbare Antworten auf die Fragen der Bevölkerung geben können. Wann ist welche Gruppe dran mit dem Impfen? Wie lange muss man auf einen Termin warten? Wie lange wird es dauern, bis alle Impfwilligen durchgeimpft sind? „Wir können absolut nachvollziehen, dass diese Fragen den Menschen auf der Seele brennen", führt Feist aus. „Dennoch ist zunächst noch Geduld gefordert. Die flächendeckende Impfung der Bevölkerung ist eine wahre Mammutaufgabe, die wir gemeinsam stemmen werden. Natürlich soll das mit hohem Tempo erfolgen, aber Gründlichkeit kommt nun einmal vor Schnelligkeit. Sobald die Voraussetzungen vom Land geschaffen sind, kann es losgehen."

Info:

Das Land Niedersachsen hat unter www.niedersachsen.de/Coronavirus/Impfung viele Informationen rund um die Corona-Impfung zusammengestellt. Individuelle Fragen werden von der Telefon-Hotline, 0800 9988665, beantwortet. An der Hotline arbeiten auch Dolmetscher, sodass die Informationen auch mehrsprachig verfügbar sind.

Wichtig: Sobald das Impfen im Impfzentrum gestartet ist, ist eine vorherige Terminvereinbarung zwingend notwendig. Dieser Termin kann nicht vor Ort vereinbart werden, sondern muss über die Hotline des Landes unter Telefon 0800 9988665 ausgemacht werden. Außerdem wird das Land zu einem späteren Zeitpunkt eine Online-Anmeldung ermöglichen.

Das Land wird die Öffentlichkeit informieren, sobald Terminvereinbarungen möglich sind.

Foto (von links): Oberbürgermeister Carsten Feist, Josef Schun und Klaus-Peter Schaps begrüßten das Team des Impfzentrums am Montagmorgen.

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