Stadt Wilhelmshaven

Stadt verzichtet bei Großveranstaltungen künftig auf Feuerwerke

Als Stadt am Weltnaturerbe Wattenmeer trägt Wilhelmshaven eine besondere Verantwortung für die Umwelt. Aus diesem Grund verzichtet die Wilhelmshaven Touristik & Freizeit GmbH ab 2021 darauf, die beiden Großveranstaltungen „Wochenende an der Jade" und „Wilhelmshaven Sailing-Cup" mit einem Höhenfeuerwerk zu krönen. Die Sparkasse Wilhelmshaven, die die beiden Feuerwerke bislang sponsert, hat bereits signalisiert, weiterhin als Partner für alternative Formate bereit zu stehen.

„Feuerwerke stehen immer stärker in der öffentlichen Kritik. Kinder, Senioren oder traumatisierte Menschen fürchten sich vor ihnen, Tiere werden aufgeschreckt, die Natur durch Müll verdreckt. Auch wenn die professionellen Feuerwerke, die wir am Wochenende an der Jade und zum Wilhelmshaven Sailing-Cup machen, kaum Müll verursachen, sind sie schlichtweg nicht mehr zeitgemäß. Deswegen haben wir beschlossen, keine Feuerwerke mehr in die Luft zu schicken", führt Oberbürgermeister Carsten Feist aus. „Für die Besucher ist ein Höhenfeuerwerk immer ein besonderer, emotionaler Moment", weiß WTF-Chef Michael Diers. „Diese Momente werden wir aber sicherlich auch mit anderen Formaten kreieren können – zum Beispiel mit einer Lichtershow oder eine musikalischen Inszenierung. Möglichkeiten gibt es viele. Jetzt haben wir ein Jahr Zeit, uns über geeignete Alternativen Gedanken zu machen und zu überlegen, wie wir die Besucher ab dem Jahr 2021 begeistern können."

Damit hofft die Stadt, Nachahmer zu finden. „Mit Verboten kommt man bekanntlich nicht weit, wir müssen ein Umdenken erwirken. Als Stadt wollen wir deswegen als gutes Beispiel vorangehen", so Feist. „Wenn sich immer mehr andere Veranstalter, aber vor allem auch Privatpersonen entschließen, auf Feuerwerke zu verzichten, setzen wir in Wilhelmshaven gemeinsam ein deutliches Zeichen für einen zeitgemäßen und verantwortungsvollen Umgang mit unserer Umwelt."

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