Stadt Wilhelmshaven

Kampfmittel aus der Nordsee gefischt

Eine Bleihemdgranate aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg wurde am späten Montagabend auf dem Gelände des Marinestützpunktes vom Kampfmittelbeseitigungsdienst gesprengt. Der Blindgänger war zuvor einem Forschungsschiff auf Höhe Eckwarder Hörn ins Netz gegangen, das Meerestiere fangen wollte.

Da das Kampfmittel noch über einen eingepressten Zünder verfügte, sahen die Fachleute vom Transport durch besiedeltes Gebiet ab und entschieden sich für eine Sprengung vor Ort. Durch die günstige Lage der Bundeswehr-Liegenschaft konnte der Sicherheitsring von 500 Metern um den Sprengort so eingerichtet werden, dass keine Evakuierung von Anwohnern notwendig war und gleichzeitig die Wachen der Bundeswehr und die Beamten der Polizeiinspektion Wilhelmshaven-Friesland die Zugangswege sperren konnten.

Neben dem Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen waren das Ordnungsamt und die Berufsfeuerwehr der Stadt Wilhelmshaven, die Polizeiinspektion Wilhelmshaven-Friesland, die Wasserschutzpolizei sowie die Bundeswehr involviert. Die Sprengung konnte gegen 22 Uhr erfolgreich durchgeführt und der Sicherheitsring wieder aufgehoben werden.