Stadt Wilhelmshaven

„Sebastian“ stürmt durch Wilhelmshaven

Sturm „Sebastian“ hat in Wilhelmshaven seine Spuren hinterlassen: Rund 100 Einsätze hielten die Feuerwehr am Mittwoch, 13., und Donnerstag, 14. September, auf Trab. Umgestürzte und entwurzelte Bäume, abgebrochene Äste verschiedener Größen, umherwehende Planen und runterfallende Dachpfannen forderten die Einsatzkräfte, die von Mitarbeitern des städtischen Eigenbetriebs TBW tatkräftig unterstützt wurden, den ganzen Tag über. An mehreren Stellen im Stadtgebieten waren Bäume auf Autos gestürzt, in der Peterstraße hatten sich Müllcontainer durch die Kraft des Sturmes selbstständig gemacht und waren auf die Fahrbahn gerollt, andernorts war ein Baum auf ein Gartenhaus gestürzt. Die Feuerwehr führte Absperr- und Absicherungsmaßnahmen an verschiedenen Stellen durch, um Anwohner, Autofahrer und Passanten zu schützen. Vorsorglich hatte TBW bereits am späten Vormittag den Friesendamm auf Höhe des Pappelwaldes gesperrt. Nach ersten Meldungen sind mindestens 40 städtische Bäume beschädigt oder umgestürzt.

Knapp 50 Kräfte der Berufsfeuerwehr sowie der Freiwilligen Feuerwehren aus Sengwarden, Fedderwarden, Bant-Heppens und Rüstringen waren bis zum Einbruch der Dunkelheit und ab Anbruch des nächsten Tages im Einsatz. Am Donnerstagmorgen gingen dann die Aufräumarbeiten im gesamten Stadtgebiet los. Seit den frühen Morgenstunden sind Mitarbeiter des städtischen Eigenbetriebs TBW unterwegs, um Sturmschäden zu beseitigen. Das 26-köpfige Team der Abteilung Straßenreinigung, 12 Mitarbeiter aus dem Bereich Straßenbau sowie 35 Personen aus dem Bereich Stadtgrün arbeiten Hand in Hand, um Äste, Bäume und Grünabfälle auf den öffentlichen Straßen und Wegen zu entfernen. Zusätzlich werden externe Firmen zur Beseitigung von Gefahren eingesetzt. Die Aufräumarbeiten werden bis in die nächste Woche andauern.

Gerade in den Parkanlagen der Stadt ist in den kommenden Tagen erhöhte Vorsicht geboten: Auch wenn „Sebastian“ bereits weitergezogen ist, ist mit Astfall zu rechnen. Bürger und Besucher sollten deswegen vorerst Park- und Grünanlagen meiden. Besonders unter Bäumen  herrscht weiterhin ein hohes Risiko durch loses Astwerk, dass abgebrochen möglicherweise noch in den Kronen hängt. Im Stadtpark ist es zu schweren Schäden am Baumbestand gekommen, sodass dort Sperrungen über das Wochenende hinaus bestehen bleiben müssen.

Info:

Bürger, die auf ihrem privaten Gelände herabgefallene Äste, Blätter oder Kastanien entsorgen wollen, können dies im Entsorgungszentrum Wilhelmshaven erledigen. Abfälle, die nicht über die Biotonne entsorgt werden können oder in dieser keinen Platz mehr finden, dürfen hier angeliefert werden. Bis 2 cbm können Grünabfälle als Kleinmengen für maximal 16 Euro entsorgt werden.

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