Stadt Wilhelmshaven

28. Juni 2026

Unwetter und Hitze fordern Feuerwehr und Rettungsdienst

Stark gefordert hat das Unwetter in der Nacht von Samstag auf Sonntag, 27./28. Juni 2026, die Feuerwehr Wilhelmshaven. Insgesamt 28 Mal rückten die Einsatzkräfte zwischen 23 und 10 Uhr aus. Das Einsatzspektrum reichte dabei von Kleinbränden über einen Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten, zahlreichen umgestürzten Bäumen bis hin zu Überflutungen von Verkehrswegen sowie Wassereintritten in Wohnungen.

Insgesamt verlief das Unwetter für Wilhelmshaven – gemessen an den zuvor herausgegebenen Warnungen und Prognosen des Deutschen Wetterdienstes – vergleichsweise glimpflich. Daher mussten nicht alle vorgeplanten Maßnahmen und Einheiten in Dienst gestellt werden. Die Wilhelmshavener Feuerwehr hatte sich nämlich zuvor frühzeitig und umfangreich auf die angekündigte Lage vorbereitet. Einsatzmittel wie Pumpen und Motorkettensägen wurden geprüft sowie weitere Schutzausrüstung bereitgelegt. Die Berufsfeuerwehr Wilhelmshaven hatte außerdem ergänzende Ausrüstung und Reservegeräte vorbereitet. Auch die Freiwillige Feuerwehr hatte ihre Ausrüstung sowie die Gerätehäuser vorbereitet und einen Dienstplan aufgestellt.

Auf Grundlage der Einschätzung des Diensthabenden Meterologen vom Deutscheb Wetterdienst hatte der Einsatzleiter der Feuerwehr entschieden, eine besondere Aufbauorganisation für die Sturmnacht vorzuplanen und die Leitstelle zu verstärken. Auch mit der Kreisfeuerwehr Friesland fand ein enger Austausch statt. Dabei wurden die Strategien und Vorstellungen zur Bewältigung einer eventuell auftretenden großflächigen Einsatzlage abgeglichen.

„Die Arbeit der Feuerwehr geht meist weit über die sichtbaren Einsätze hinaus", so Feuerwehrchef Josef Schun. Er erläutert: „Erfolgreiche Gefahrenabwehr beginnt lange vor dem ersten Notruf durch sorgfältige Vorbereitung und das Zusammenspiel hauptamtlicher und ehrenamtlicher Einsatzkräfte."

Doch nicht nur das Unwetter forderte die Einsatzkräfte: Die Wetterlage der vergangenen Woche mit langandauernder und ungewöhnlicher Hitze führte im Bereich des Rettungsdienstes zu einem deutlichen Anstieg der Einsätze. So waren in den vergangenen Tagen etwa 50 Prozent mehr Rettungsdienst-Einsätze zu verzeichnen, als in vergleichbaren Zeiträumen. Allein am Freitag, 26. Juni 2026, wurden beispielsweise durch den im Rettungsdienst der Stadt Wilhelmshaven beteiligten Organisationen (Berufsfeuerwehr, ASB, DRK) über 60 Einsätze in der Notfallrettung bewältigt.

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