Hasen und Oberbürgermeister zu Besuch in der Ruscherei
Unterstützung nach Vogelgrippe-Ausbruch
Der Schock saß tief bei den Ehrenamtlichen vom Förderverein Ruscherei Altengroden e.V., als dort kürzlich das Vogelgrippe-Virus nachgewiesen wurde und in der Folge alle Hühner, Gänse und Enten getötet werden mussten und schließlich auch die Pfauen vom Gnadenhof am Stadtteilhaus der Krankheit zum Opfer fielen. Die Tiere sind für das Haus identitätsprägend und insbesondere für die vielen Kinder, die die Ruscherei regelmäßig besuchen, der emotionale Fixpunkt des Hauses.
Aber nicht nur emotional, sondern auch organisatorisch und finanziell stellte die dramatische Situation die ehrenamtlichen Mitglieder des Fördervereins vor riesige Herausforderungen, denn die kompletten Kosten für alle notwendigen Maßnahmen muss der Verein tragen.
Ein Bild von der Lage vor Ort machte sich jetzt Oberbürgermeister Carsten Feist. Der Förderverein hat das Gebäude und das Gelände der Ruscherei seit vielen Jahren von der Stadt Wilhelmshaven gepachtet. „Ich fühle mich der Einrichtung seit 20 Jahren eng verbunden und habe große Wertschätzung für die hier geleistete Arbeit. Gerade die Begegnung mit den Tieren ist für vielen Menschen aus Altengroden und drumherum fester Bestandteil ihres Alltages. Insofern ist es mir ein Anliegen, im Rahmen der Möglichkeiten zu helfen", so Feist.
Der Oberbürgermeister kam aber nicht allein zum Besuch. Begleitet wurde er von Astrid Politze, Vorstandsmitglied im Verein „Hasentour e.V.". Der Verein unterstützt seit mittlerweile 10 Jahren ehrenamtliche Institutionen mit Spenden. „Wir waren uns im Vorstand sofort einig, die Ruscherei mit 5.000 € bei der Bewältigung dieser Situation zu unterstützen. Davon werden die Tiere zwar nicht wieder lebendig, aber unsere Spende gibt der Einrichtung hoffentlich eine Perspektive", so Astrid Politze.
Die Vorstandsmitglieder Stefan und Carina Bahls und Holger Krüger sowie die Unterstützerin Marion Reiners vom Förderverein Ruscherei Altengroden e.V. gaben den Besuchern im Rahmen des Besuchs einen umfassenden Lagebericht. Positiv ist die breite Unterstützung aus der Bevölkerung in diesen schweren Tagen. Sorgen bereitet dem Verein, dass derzeit nur wenige Personen den von der Infektion betroffenen Bereich betreten und die verbliebenen Tiere versorgen dürfen.
„Wir freuen uns weiterhin über jede Spende und suchen vor allem Ehrenamtliche, die uns unterstützen, vor allem am Wochenende. Vor allem brauchen wir dringend Heu und Stroh zu Versorgung der Tiere," so der 1. Vorsitzende Stefan Bahls. Der Vorstand kündigte zudem ein Benefiz-Konzert an und sicherte weiterhin eine transparente Information über die weiteren Entwicklungen zu.

Foto: Carsten Feist