Krötenwanderung
Die ungewöhnlich milden Temperaturen der vergangenen Tage führen dazu, dass Amphibien in diesem Jahr bereits sehr früh zu ihren Laichgewässern wandern. Sobald die Nächte feucht und frostfrei sind, setzen sich viele Tiere in Bewegung. Erdkröten, Grasfrösche und Molche werden jetzt vor allem in den Abend- und Nachtstunden aktiv und queren dabei Wege und Straßen im gesamten Stadtgebiet.
Amphibien sind streng geschützt und auf sichere Wanderkorridore angewiesen. Sie verlassen ihre Winterquartiere oft schon bei Temperaturen um fünf Grad und sind dann besonders gefährdet, da sie langsam unterwegs sind. Viele Tiere nutzen jedes Jahr dieselben Routen und geraten dabei leicht in Gefahr. Schon geringe Geschwindigkeiten im Straßenverkehr können für die Tiere tödlich sein, da sie häufig auf der warmen Fahrbahn verweilen oder durch Scheinwerfer irritiert werden. In einigen Bereichen werden deshalb Krötenschutzzäune oder temporäre Sperrungen eingesetzt, um die Tiere sicher zu ihren Laichgewässern zu leiten.
Bürger*innen sollten jetzt darauf achten, in bekannten Wanderbereichen langsamer zu fahren und aufmerksam zu sein, auf Wegen in Park- und Grünanlagen, insbesondere im Stadtpark und an Gewässerrändern, auf wandernde Tiere zu achten, temporäre Absperrungen oder Hinweisschilder unbedingt zu beachten und in den Abend- und Nachtstunden besonders vorsichtig zu sein, da die meisten Tiere dann unterwegs sind.
Hinweise aus der Bevölkerung, um die Wanderbereiche besser zu erfassen und gezielt zu schützen, nimmt die Untere Naturschutzbehörde gern entgegen.