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zurück Stadtgeschichte

Wilhelmshaven erhielt seinen Namen im Juni 1869 durch König Wilhelm I. von Preußen, den späteren Deutschen Kaiser. Wegen der einzigartigen und geschützten Lage war wenige Jahre zuvor mit dem Bau eines preußischen „Marine-Etablissements“ inmitten des Oldenburger Landes an der Jade begonnen worden.

Durch die enge Verbindung mit „ihrer“ Marine erlebte Wilhelmshaven in seiner jungen Geschichte zweimal sehr ausgeprägt den Wechsel von wirtschaftlicher Blüte (1871 bis1914, 1933 bis 1939) zu Niedergang und Zerstörung - zuerst 1918, dann 1945. Auf die Entwicklung Wilhelmshavens nahm neben der Marine auch die oldenburgische Nachbarstadt Rüstringen Einfluss, die „Doppelstadt“ an der Jade wurde erst 1937 zu Wilhelmshaven vereinigt.

Nach dem zweiten Weltkrieg gelang der Versuch, eine breitere zivile wirtschaftliche Struktur in der Stadt zu schaffen, sie findet Ausdruck im Ölhafen und Großanlagen der petrochemischen Industrie im Norden der Stadt.

Aber auch die Sektoren Dienstleistung und Tourismus sind Teil des angestrebten Strukturwandels. Besonderer Ausdruck dafür war auch die „Expo am Meer“, dem größten dezentralen Projekt der Weltausstellung in Hannover im Jahr 2000. Damit nutzte die Stadt die Chance, ihren Bekanntheitsgrad überregional aufzuwerten. Der Südstrand an der deutschen Nordseeküste ist Schokoladenseite und beliebter Anziehungspunkt zugleich für Wilhelmshavener und Gäste. Mit seiner südländisch anmutenden Promenade lädt er zu langen Spaziergängen am Meer ein. Ausgedehnte Liege- und Freizeitflächen lassen zudem Sport in großer Variation zu. Zahlreiche Museen und Kultureinrichtungen entlang einer Maritimen Meile rund um den „Großen Hafen“ sind attraktive Anlaufpunkte für Tausende von Besuchern in jedem Jahr. Im Zentrum der Stadt mit der „Nordseepassage“, können Besucher in lichtdurchfluteten Passagen wetterunabhängig einkaufen und bummeln, an Spitzentagen nutzen mehr als 30000 Menschen diese Möglichkeit.
Kulturell bietet die Nordseestadt erheblich mehr als Mittelmaß. Das Stadttheater mit dem Sitz der Landesbühne Niedersachsen-Nord, Kunsthalle, Burg Kniphausen, Stadthalle, private Galerien, und vor allem das Kulturzentrum Pumpwerk, dessen Ruf als norddeutsche Kleinkunstbühne (Kleinkunst-Preis „Der Knurrhahn“) überregional ausstrahlt, sind Eckpfeiler der Kulturszene in Wilhelmshaven.

Als einen Teil des kulturellen Lebens sieht sich auch das Stadtarchiv Wilhelmshaven. Mit dem Ziel,  gängige Vorurteile über Archive und die dort geleistete Arbeit zu überwinden, wird im Gedächtnis der Stadt unter Verwendung moderner Technik versucht, dem Nutzer wissenswerte Informationen zur Stadtgeschichte an die Hand zu geben. Nach offizieller Lesart wurde im Dezember 1938 ein Archiv für die mittlerweile vereinte Stadt Wilhelmshaven eingerichtet. Selbstverständlich war – dem Geist der Zeit entsprechend – die neue Zeit und ihr erfolgreiches Wirken umfangreich zu bewahren.

Diese Vorgabe machte der Zweite Weltkrieg zunichte, bei über 100 Angriffen gingen ungezählte Akten und Unterlagen verloren, ausgelagerte Bestände konnten nur zum Teil nach Wilhelmshaven zurück geschafft werden. Nach dem Krieg konnten in mühsamen Schritten Archivgut, Fotos, Pläne und andere Unterlagen durch Ankauf, Schenkungen oder glückliche Umstände für die Bestände gesichert werden. Mittlerweile beherbergt das Stadtarchiv auf verschiedenen Medien eine durchaus ansehnliche Überlieferung der jungen und wechselvollen Geschichte der Stadt und bietet vielfältige Ansatzpunkte für forschendes Lernen im Rahmen von Seminar- und Facharbeiten, für heimatkundliche oder familiengeschichtliche Nachforschungen. Dabei haben die Bestände ihren Schwerpunkt auf zehn Sammlungsgebieten:

Bei den Dauerleihgaben  finden sich überwiegend als Kopien Unterlagen aus der Gründungszeit Wilhelmshavens. Ergänzt wird dieser Bestand um Materialien zu den oldenburgischen Gemeinden Bant, Heppens und Neuende, aus denen 1911 die Stadt Rüstringen entstand. In der Stadtgeschichtlichen Sammlung sind Broschüren, Schriften und andere Druckstücke zu zahlreichen stadtgeschichtlichen Aspekten zusammengefasst. Kern der Bestände sind die Aktensammlungen, in den Akten vor 1945 sind wegen der Kriegswirren und in Folge von Brand und Zerstörung allenfalls Bruchteile des älteren kommunalen Schriftgutes erhalten. Aus dem Schriftgut der Stadtverwaltung nach 1945 sind Teile der an das Stadtarchiv abgegebenen Akten, insbesondere aus der Nachkriegszeit und des Wiederaufbaus, sowie Protokolle städtischer Ausschüsse und Gremien erfasst. Hier wachsen die Bestände kontinuierlich.
Durch Eingemeindungen 1972 gelangten Sengwarden und Fedderwarden zur Stadt Wilhelmshaven. Das in den zuvor eigenständigen Gemeinden angefallene Schriftgut befindet sich zum Teil in diesem Bestand. Gelegentlich werden dem Stadtarchiv Nachlässe von Personen und Institutionen angeboten. Um diese Materialien - gesammelt aus persönlichem Interesse oder als erhaltungswürdige Unterlagen zu Firmen, Vereinen oder Verbänden - der stadtgeschichtlichen Information und Forschung zugänglich machen zu können, übernimmt das Stadtarchiv derartige Nachlässe oder Sammlungen. Das Stadtarchiv verfügt u. a. dank verschiedener Schenkungen über eine reichhaltige Sammlung an Fotos, Postkarten, Zeichnungen und Drucken, die die Entwicklung der Stadt, wichtige Ereignisse, Gebäude, Straßen oder das Alltagsleben der Einwohner von „Einst bis Jetzt“ eindrucksvoll illustrieren.

Auf Mikrofilm oder in gebundener Form steht im Stadtarchiv eine nahezu lückenlose Sammlung lokaler Presseorgane zur Verfügung. Daneben wird seit vielen Jahren eine laufende Zeitungsausschnittsammlung – seit einiger Zeit per e-paper - geführt, die einen raschen, ersten Einstieg in ein stadtbezogenes Thema ermöglicht. Die Sammlung von Plakaten bildet nicht nur das kulturelle Leben Wilhelmshavens ab, sondern sie spiegelt zudem eine besondere Form der Öffentlichkeitsarbeit wider. In diesem Bereich finden sich deshalb auch Aufrufe und Ankündigungen zu politischen, sportlichen oder wirtschaftlichen Veranstaltungen. Bis vor die Stadtgründung reicht der Bestand an Karten, Plänen und Zeichnungen zurück. Darauf ist die Entwicklung der Stadt, die Schaffung neuer Wohngebiete oder die Entstehung von Straßenzügen nachzuvollziehen. Zu fast allen Themenstellungen und Fragen steht dem Nutzer außerdem eine Präsenzbibliothek mit mehr als 5000 Büchern zur Verfügung.

Über Findmittel, ob gedruckt oder in digitaler Form - die am PC-Arbeitsplatz im Stadtarchiv oder über das Internet zugänglich sind - erschließen sich die Bestände des Stadtarchivs. Diese eröffnen die verschiedensten Blickwinkel der Stadtgeschichte, die reich ist an unbeantworteten Fragen und damit der interessierten Forschung ein reichhaltiges Betätigungsfeld eröffnet.

Stadtarchiv

Gebäude: Jade-Zentrum

Anschrift: Bremer Straße 78
26382 Wilhelmshaven
Bushaltestelle: Spar & Bau Grenzstraße
Buslinien:  Liniennetzplan
Öffnungszeiten: Dienstag und Mittwoch: 8:30 - 16:00 Uhr
Donnerstag: 8:30 - 17:00 Uhr
Freitag: 8:30 - 12:30 Uhr
(Montags geschlossen)
Telefon: 04421/16-1786 Ansprechpartner
Fax: 04421/16-41 1443
e-Mail: stadtarchiv(AT)stadt.wilhelmshaven.de
(Bitte Hinweise zum E-Mail-Kontakt beachten!)
 

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