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Pressearchiv Juli 2009 - Achtung: Die Inhalte sind ggfs. nicht mehr aktuell!

zurückOberbürgermeister weist Äußerungen des St. Willehad-Hospitals zurück

Oberbürgermeister Eberhard Menzel hat Äußerungen von Ärzten des St. Willehad-Hospitals zum städtischen Reinhard-Nieter-Krankenhaus als falsch, anmaßend und unanständig bezeichnet. Damit habe sich das St. Willehad-Hospital selbst für Kooperationen zwischen beiden Häusern disqualifiziert.

Die Vorsitzende des Aufsichtsrates des Krankenhauses, Ratsfrau Ursula Aljets, hat es als unverständlich bezeichnet, dass die anwesende CDU-Ratsfrau Ursula Biester die das Reinhard-Nieter-Krankenhaus schädigenden Äußerungen nicht zurückgewiesen hat.

Zu den angesprochenen Sachverhalten erklärte Oberbürgermeister Eberhard Menzel folgendes:

„Das vor Monaten gemachte Angebot des St. Willehad-Hospitals, auf dem Gebiet der Notärzte Leute stellen zu wollen, ist deshalb abgelehnt worden, weil das Reinhard-Nieter-Krankenhaus, das von der Feuerwehr der Stadt vertraglich beauftragt wurde, die ärztliche Besetzung der Notarzt-Einsatz-Fahrzeuge durch ausgebildete Rettungsärzte aus einem Guss sicherstellt. Dies ist durchgängig gewährleistet. Krankheitsbedingte Engpässe wurden in den letzten Wochen durch zwei Ärzte abgedeckt, die das Reinhard-Nieter-Krankenhaus im letzten Jahr verließen, um eine eigene Praxis zu eröffnen. Es handelt sich um Fachärzte für Innere Medizin, die mehr als 500 Einsätze gefahren und außerordentlich trainiert sind und damit über die vom St. Willehad-Hospital bezweifelte Routine verfügen.

Hinsichtlich der Kooperation und Ausleihe von Ärzten in der Frauenheilkunde hat weder die Verwaltung noch die Klinik noch sonst jemand im Reinhard-Nieter-Krankenhaus ein Angebot des St. Willehad-Hospitals erhalten. Die Frauenklinik im Reinhard-Nieter-Krankenhaus wird ab kommenden Montag wieder den üblichen Dienst aufnehmen, damit wird das Datum, das auch der Aufsichtsrat angestrebt hatte, eingehalten. Auch die Onkologie (Krebserkrankungen) läuft natürlich weiter.“

Wie das St. Willehad-Hospital sich dazu versteigen könne, zu finanziellen Konditionen Aussagen zu treffen, ist für Oberbürgermeister Eberhard Menzel nicht nachvollziehbar. Außerdem verbitte er sich, das ein nichtakademisches Krankenhaus sich zu Ansprüchen, die von den Gremien des Reinhard-Nieter-Krankenhauses festgelegt wurden, äußere.

Es sei für ihn unfassbar, so Oberbürgermeister Eberhard Menzel, wie sich die Herren Dr. med. Raab, Holmer und Dr. med. Mozek in derart abfälliger Form über das Reinhard-Nieter-Krankenhaus hätten äußern können. Damit sei erhebliches Porzellan völlig unnötig zerschlagen worden.

Die Frauen der CDU-Frauen-Union hätten übrigens mit ihrer Presseerklärung und dem Besuch im St. Willehad-Hospital die konstruktive Arbeit der CDU-Mitglieder im Aufsichtsrat, Ratsfrau Ursula Glaser und Bürgermeister Fritz Langen, konterkariert und dem Reinhard-Nieter-Krankenhaus geschadet. Vielleicht sollten sie sich, so Oberbürgermeister Eberhard Menzel abschließend, mit den tatsächlichen Problemen des St. Willehad-Hospitals beschäftigen, die durch eine Betrachtung der im Bundesanzeiger veröffentlichten Bilanzen deutlich werden.

 

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