Stadt Wilhelmshaven

Wilhelmshaven – Ein Kurzporträt

Gründungsgeschichte

Die Stadt Wilhelmshaven wurde 1869 durch König Wilhelm I. von Preußen dank des tiefen und breiten Jadefahrwassers als Marinegarnison gegründet und ist heute Deutschlands größter Bundeswehr- und Marinestützpunkt. Durch die enge Verbindung mit „ihrer“ Marine erlebte die Stadt zweimal sehr auffällig den Wechsel von wirtschaftlicher Blüte (1871 bis 1914, 1933 bis 1939) zu Niedergang und Zerstörung als Folge der Weltkriege. Mit dem Container Terminal Wilhelmshaven (CTW) steht Wilhelmshaven vor der dritten wirtschaftlichen Blüte, die dieses Mal weitestgehend der zivilen Hafenwirtschaft zu Verdanken ist.

Die Jadestadt im Zentrum

Containerschiff am CTW Containerschiff am CTW

Die Anfänge, die wirtschaftliche Struktur der Stadt zu stärken, fanden nach dem zweiten Weltkrieg statt, als die Geburtsstunde des Ölhafens schlug. Der Aufschwung mündete in Großanlagen der energiewirtschaftlichen und petrochemischen Industrie am tiefen Jadefahrwasser.

Mittlerweile haben auch Dienstleistungen und Tourismus den Strukturwandel nachhaltig beeinflusst. Den größten Schub brachte das nationale Projekt Eurogate Containerterminal Wilhelmshaven. Hier können die größten Containerschiffe der Welt ihre Ladung löschen.

Die weltweit größten Gantry-Brücken, die schon weit vor den Toren der Stadt sichtbar sind, haben der Stadt eine neue Skyline gegeben.

Attraktives Ambiente

Südstrandpromenade Südstrandpromenade

Wilhelmshavens Südstrand mit den Hotel- und Restaurationsangeboten ist beliebter Anziehungspunkt für Wilhelmshavener und Gäste. Ob sie zum Baden oder Erholen an den Strand kommen oder über die Promenade flanieren, sie fühlen sich wohl. Die Liege- und Freizeitflächen sind ideal für einen Badebesuch mit Aktivitäten wie Sport und Spiel.

Das Freizeitangebot entlang der Maritimen Meile am Südstrand und rund um den Großen Hafen schließt die musealen Attraktionen der Stadt ein. Das sind das „Aquarium Wilhelmshaven“, das „Deutsche Marinemuseum“, das „UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer Besucherzentrum“ und das „Küstenmuseum Wilhelmshaven“!

Unmittelbar neben der 1907 erbauten und in den Jahren 2011/2012 grundsanierten Kaiser-Wilhelm-Brücke liegen die Museumsschiffe „Kapitän Meyer“, ein alter Dampfschiff-Tonnenleger, und das Weser-Feuerschiff „Norderney“ am Bontekai.

Der Bontekai und die neu gestaltete Flanierstraße, die Jadeallee, verbinden Südstrand und Hafen über den Valoisplatz mit der neuen Stadtmitte, der „Nordseepassage“. Am anderen Ende der Jadeallee liegt das Vier-Sterne-plus-Hotel ATLANTIC Hotel Wilhelmshaven. Es mutet architektonisch von weitem wie ein Kreuzfahrerschiff an und stellt ein signifikantes Gegenüber für die Kaiser-Wilhelm-Brücke dar.

Die „Nordseepassage“ ist das Einkaufszentrum der Stadt mit gläsernen Galerien und charmanten Treffpunkten. Es wurde vom weltbekannten Hamburger Architekten Meinhard von Gerkan entworfen. In der „Nordseepassage“ mit ihren Geschäften, Restaurants, Cafés, Bistros und dem integrierten Hauptbahnhof können die Besucher in lichtdurchfluteten Passagen witterungsunabhängig einkaufen und flanieren. Direkt benachbart erstreckt sich die Fußgängerzone Marktstraße, Wilhelmshavens Hauptgeschäftsstraße.

Historische Sehenswürdigkeiten

Gebäude, die man in Wilhelmshaven gesehen haben muss, sind das von Fritz Höger 1929 erbaute Rathaus mit den beiden Löwen aus Klinker, die den Eingang zieren – ferner die Christuskirche als Marine-Garnisonkirche sowie die mittelalterlichen Wurtenkirchen von Heppens, Neuende, Fedderwarden und Sengwarden. Der preußische Stadtkern mit gründerzeitlichen Gebäuden sowie Schmuckplätzen und Parks bieten sich ebenfalls an. Auf geführten Rundgängen durch die Kaiserzeit werden Zeugnisse der Stadtgeschichte anschaulich dargeboten.

Kultur und Freizeit

Wilhelmshaven zeichnet ein breites kulturelles Spektrum aus. Da ist im Stadttheater das Angebot der Landesbühne Niedersachsen-Nord einschließlich der Vorführungen der Tanzakademie am Meer. Das in niederdeutscher Sprache spielende Theater am Meer bietet in seinem eigenen Zimmertheater einen unterhaltenden Spielplan. Die Kunsthalle sowie die Burg Kniphausen sind prädestiniert für vielbeachtete Ausstellungen, Kammermusikkonzerte und Vorträge. Die Stadthalle bietet Platz für große Konzerte und Messen. Private Galerien und nicht zuletzt das überregional bekannte Kulturzentrum Pumpwerk mit den Themen Kleinkunst und A-Capella-Gesang sind Eckpfeiler der Kulturszene.

Wilhelmshaven ist Ausgangshafen für Seefahrten nach Butjadingen sowie für interessante Hafenrundfahrten durch den Außen- und Innenhafen.

Ein sehr breites Freizeitangebot mit Segeln, Surfen, Rudern, Golf, Minigolf, Tennis und vielem mehr bietet Gelegenheiten für Bewegung an frischer Luft. Nicht zuletzt ist es Wilhelmshavens Nordseeküste, die mit Deichen, Schleusen und Häfen zu Fuß- oder Rad-Wanderungen einlädt.