Stadt Wilhelmshaven

16.08.2017

19.30

Uhr

Doppelvortrag und Diskussion

Christlicher Antisemitismus am Beispiel des Eisenacher "Entjudungsinstitutes" - Erinnerungskutlrur mit schwerem Erbe.

Referenten: Dr. Oliver Arnold, Studiendirektor am Christian-Dietrich-Grbbe-Gymnasium in Detmold und Fachleiter an den Universitäten Bielefeld und Paderborn, und Dr. Stephan Linck, Studienleiter für Erinnerungskultur und Gedenkstättenarbeit bei der Evangelischen Akademie in Hamburg.

"Christlicher Antisemitismus am Beispiel des Eisenacher 'Entjudungsinstituts'" 1939-45 (Dr. Oliver Arnhold)

Am 6. Mai 1939 wurde mit einem Festakt auf der Wartburg in Eisenach das „Institut zur Erforschung und Beseitigung des jüdischen Einflusses auf das deutsche kirchliche Leben“ auf der Grundlage einer Entschließung von elf evangelischen Landeskirchen gegründet. Das Institut war eng mit der Ideologie und Organisation der aus Thüringen stammenden Kirchenbewegung „Deutsche Christen“ verbunden. Ziel dieser kirchenpolitischen Bewegung war es, den christlichen Glauben und die Institution der Kirche den ideologischen Vorgaben der nationalsozialistischen Ideologie anzupassen.

Dr. Oliver Arnhold wird neben Informationen zur Geschichte der Kirchenbewegung "Deutsche Christen" und ihrer führenden Vertreter in seinem Vortrag die Problematik christlicher Schuld während der NS-Zeit thematisieren und zugleich die Blickrichtung auf die Opfer dieser Geschichte lenken. In diesem Zusammenhang stellt er auch die Arbeit des von 1939 bis 1945 in Eisenach existierenden kirchlichen "Entjudungsinstitutes" vor.

Begleitprogramm Sonderausstellung "Mit Schwert und Talar. Drei Pastoren zwischen Kirche und Marine". Der Eintritt ist frei.

Beginn

16.08.2017, 19:30 Uhr, Wilhelmshaven

Erreichbarkeit

Veranstaltungsort

Christus- und Garnisonkirche
Kirche
Am Kirchplatz 1
26382 Wilhelmshaven

Veranstalter

Deutsches Marinemuseum
Südstrand 125
26382 Wilhelmshaven
Telefon: 0 4421-400 84 0
info@marinemuseum.de
www.marinemuseum.de